Private kämpfen gegen Diskriminierung

Stadt subventioniert Spitex Basel - andere Organisationen müssen sich dem Markt stellen.
Von Franziska Laur

FranziskaBasel.
Vor zwei Jahren wollte Vreni Aeschlimann ihren damals 92 Jahre alten Gatten nach einem Aufenthalt im Felix-Platter-Spital nach Hause holen. Die gehbehinderte Frau brauchte sofort jemanden, da sie die Pflege ihres bettlägerigen Mannes nicht alleine schaffte. Die Spitex Basel winkte ab, frühestens in sechs Wochen könne man helfen. Bei der privaten Acura AG fand sie schliesslich Unterstützung. Nach einem weiteren Spitalaufenthalt ihres Mannes war Vreni Aeschlimann wieder auf die Hilfe der Spitex angewiesen. Weil sie sich frühzeitig angemeldet hatte, war die Spitex Basel jetzt verfügbar. So hat sie mit einer subventionierten und einer privaten Organisation gearbeitet. Bei beiden seien die Mitarbeiterinnen sehr gut. Doch es gebe bei beiden Vor- und Nachteile. «Bei der Spitex Basel wechseln die Betreuerinnen häufiger, die privaten Organisationen sind dafür viel mehr unter finanziellem Druck.»

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Gutscheine auch für Senioren

BETREUUNG
Die Stadt will die Betreuungsgutscheine auf die Alterspflege ausdehnen. Das soll sich langfristig positiv auf die Spitex-Tarife auswirken, so die Hoffnung.

2009 hat die Stadt Luzern als erste Gemeinde der Schweiz Betreuungsgutscheine für Kinder eingeführt. Jetzt plant die Stadt ein weiteres Schweizer Pilotprojekt. Das Gutscheinsystem soll auf die Altersunterstützung ausgedehnt werden. Das Grundprinzip ist dasselbe: Statt wie bisher Institutionen und Strukturen zu subventionieren, sollen künftig die Betroffenen selber Geld erhalten, um Dienstleistungen einzukaufen. Bei den Kinder-Gutscheinen sind das die Eltern, neu sollen auch Senioren mit Unterstützungsbedarf solche Gutscheine erhalten.

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Wie wichtig ist Hauswirtschaft?

BETREUUNG
Die Spitex macht sich für ihre Dienste abseits der Pflege stark. Grund dafür ist der zunehmende Druck von Seiten der Gemeinden.

hauswirtschaftDie Tatsache ist bekannt: Die Zahl betagter Menschen, die weiterhin zu Hause leben, befindet sich im stetigen Steigflug. Entsprechend stellt kaum jemand den Wert von Spitex-Organisationen in Frage. Dass diese, nebst der Pflege von Betagten, aber auch hauswirtschaftliche und betreuerische Aufgaben übernehmen, ist hingegen weniger geläufig.

Keine gesetzliche Verpflichtung

Im Gegensatz zu den Leistungen im Pflegebereich sind die Gemeinden zwar nicht von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, für die Kosten in den Spitex- Bereichen Hauswirtschaft und Betreuung aufzukommen, sie müssen diese Leistungen aber anbieten. Laut Angaben des Spitex-Kantonalverbands Luzern habe dieser Umstand in jüngerer Vergangenheit bei den entsprechenden Tarifverhandlungen zu Spannungen geführt. Bei den Tarifverhandlungen geht es jeweils um die Festsetzung der Beträge, welche die Kunden selber berappen müssen, beziehungsweise welche Restbeträge die Gemeinden übernehmen. Hochdorf hat beispielsweise bereits 2012 entschieden, keine Beiträge für hauswirtschaftliche Leistungen mehr zu sprechen. Dort verrechnen die Spitex Hochdorf und Umgebung hauswirtschaftliche Leistungen zum Einheitstarif von 58 Franken pro Stunde. Die Kosten müssen zur Gänze von den Kunden selber getragen werden, soweit nicht private Versicherungen oder die Ergänzungsleistungen dafür aufkommen.

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Optimierungen bei der Spitex-Leistungsvereinbarung

Interpellation272Mit dem Bericht und Antrag 24/2010 wurde mit der Spitex Luzern Littau eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2011–2013 vereinbart und eine Bürgschaft bis 31. Dezember 2013 gewährt. Seither wurde mit keinem weiteren Bericht und Antrag die Verlängerung der Leistungsvereinbarung beschlossen.

Es stechen in der Betrachtung auch die grossen Differenzen bei den Tarifen der verschiedenen Spitexen ins Auge. Die Tarife der Spitex Stadt Luzern liegen teilweise weit über den Empfehlungen des Verbands Luzerner Gemeinden.

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