Eine heisse Anschuldigung, die oft zu hören ist. Es stellt sich aber die Frage, wer pickt hier die Rosinen und bei wem!

Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

  1. Wir unterliegen den gleichen Kontrollen wie die öffentlichen Spitex - Vereine im Bezug auf Personal und Pflegestandards.
  2. Bei uns musste bis 2011 die Gemeinde keine Direktzahlung leisten, wir haben keine Defizitgarantie, auch nicht für den Abenddienst.
  3. Bei uns ist niemand an Ortsgrenzen gebunden.
  4. Wir bieten auch Dienstleistungen ausserhalb des KVG`s an wie z.B. Assistenzdienste, Betreuung, Transporte und Begleitungen.
  5. Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit allen Heimen, Gemeinden, Spitälern, Kurhäusern und anderen öffentlichen und privaten Institutionen.
  6. Wir übernehmen nach Absprache Aufträge von anderen ohne Aufpreis, zwischen 0500 und 2400.

Es ist eine Tatsache, dass die öffentlichen Leistungserbringer (normalerweise Spitex Vereine), nur einen kleinen Teil des Geldes, das sie zur Verfügung haben, mit Arbeit verdienen. Der grosse Rest kommt, wie Sie aus den Grafiken auf den nächsten Seiten entnehmen können, aus Subventionen.
Tragisch daran ist nur, dass sich dessen fast niemand bewusst ist. Die privaten Leistungserbringer gelten als teurer, obwohl sie den Steuerzahler viel weniger kosten (ca. 50%).

Es ist noch beizufügen, dass die privaten offener sind und auch für Jedermann zugänglicher sind als die öffentlichen Spitex Vereine. Bei uns gibt es keine Gemeinde-Verbundsgrenzen. Im Gegensatz dazu ist jeder Kunde bei den öffentlichen Leistungserbringern, an den ortsansässigen Verein gebunden.
Das gilt auch, wenn der Verein aus der Nachbargemeinde näher ist und ein Problem mit der Stützpunktleitung oder mit dem Personal besteht. Nach unserem Verständnis führen die aufgeführten Punkte, zu einer unangenehmen Abhängigkeit, unter der Bezeichnung öffentlich, gemeinnützig und nicht Profitorientiert.

Bei uns werden alle Kunden betreut. Wir lehnen einen Kunden nicht ab, weil er oder die Einsatzzeit unangenehm ist. Wir bekommen aber regelmässig Anfragen, ob wir nicht den einen Termin mitten in der Nacht übernehmen, die Öffentlichen behalten die lukrativen Einsätze am Tag behalten. Unsere Organisation würde es sich nicht erlauben, andere anzufragen, ob sie nur die defizitären Arbeiten unseres Betriebes übernehmen würden.
Es ist noch beizufügen, dass wir sehr wohl auch 2015 noch, Abend- und Frühmorgens Einsätze von anderen Organisationen übernehmen, wenn sie sich mit unserem Arbeitsplan vereinbaren lassen.

2003 wurden die Kunden aus folgenden Gründen, von uns betreut.

  • 19% Prozent der KundInnen die wir pflegen wurden von der öffentlichen Spitex abgelehnt.
  • 19% unserer KundInnen lehnen die öffentliche Spitex ab.
  • 33% unserer KundInnen werden von uns betreut, weil die Öffentlichen zur gefragten Zeit nicht arbeiten oder die gefragten Dienstleistungen gar nicht anbieten.
  • 29% unserer KundInnen sind durch natürliche Konkurrenz auf uns gekommen.

Wir können nicht für alle Privaten sprechen, aber von uns können wir sagen, dass wir sicher nicht die Rosinenpicker sind!

LeistungsVergleich 2003 in Franken und Stunden


Leistungsvergleich rosinenpicker a

Kostenvergleich 2014, der Stundenansätze des öffentliche Durchschnittes und der Rols Spitex, der Kantone Luzern & Schwyz.


Leistungsvergleich rosinenpicker b

Die Ersparnis bezieht sich nur auf die geleisteten Pflegestunden, nicht auf die Hauswirtschaft, Tages & Heimplätze und nicht weiterverrechneten Zeiten (keine Defizitgarantie).

Einzelne Gemeinden bemerken das Sparpotenzial und lehnen die Übernahme von Kunden, durch den eigenen Spitex-Stützpunkt ab oder der Kunde muss die Differenz selber bezahlen. Die Kunden werden betreut und kosten auch noch weniger. Leider werden durch die langen Wegstrecken, unsere Dienstleistungen eingeschränkt und unwirtschaftlich.
Es besteht Potenzial zu Sparen und das Angebot für die Kunden kann gleichzeitig verbessert werden.
Eine gesunde Konkurrenz sollte von allen erwünscht sein. Wir wünschen uns ein breites Angebot von Vereinen, privaten KMU und freischaffenden Pflegefachleuten die alle verschiedene Prioritäten, aber die gleichen Auflagen haben. Ein Monopol jeglicher Art ist schlecht. Ein breitgefächertes Angebot verbessert die Dienstleistungen für die Pflegeabhängigen Menschen und das ganze wird erst noch billiger für den Steuerzahler.


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